Design Thinking in der PR: Die innovative Methode für kreative Strategien

Ein revolutionärer Ansatz, der immer wieder über die Grenzen des traditionellen Denkens hinaus geht – das ist Design Thinking. Die Kreativmethode hat sich zu einem dynamischen Werkzeug für die Ideenentwicklung und Problemlösung entwickelt, die auch in der Public Relations neue Horizonte eröffnet. Design Thinking ermöglicht nicht nur Innovation, sondern auch eine ganzheitliche Betrachtung von Kommunikationsstrategien, die Raum für neue, kreative Ideen schafft. Dieser Blogbeitrag wirft einen detaillierten Blick auf Design Thinking und bietet konkrete Tipps für die Anwendung der Methode.

Was ist Design Thinking?

 

Design Thinking ist ein Ansatz, der häufig für die Entwicklung neuer Ideen oder für die Lösung von Problemen eingesetzt wird. Ihren Ursprung findet die Kreativmethode in den 1960er-Jahren mit der Entwicklung der Design-Forschung, die sich mit der Denkweise und kreativen Herangehensweise von Designer:innen beschäftigt. Auch in der PR kann Design Thinking Anwendung finden, beispielsweise für die Entwicklung von PR-Strategien oder Kommunikationskonzepten. Ein Design Thinking Prozess ist dabei entlang eines gewissen Schemas aufgebaut.

Aufbau eines Design Thinking Prozesses

 

Design Thinking ist ein iterativer Prozess, dem sechs Zwischenschritte zugrunde liegen. Wie detailliert die einzelnen Abschnitte dabei behandelt werden, ist abhängig von der Zielsetzung. Will man beispielsweise genau herausfinden, welche Zielgruppe am besten mit welcher Art von Botschaften erreicht werden kann, liegt der Fokus auf den ersten drei Schritten. Beschäftigt man sich indes eher mit der Entwicklung von Maßnahmen, kann intensiver an den Schritten vier bis sechs gearbeitet werden. Hier gibt es kein richtig oder falsch.

 

Die ersten drei Schritte befinden sich im sogenannten „Problemraum“ – hier beschäftigt man sich eingehend mit der Problemstellung und analysiert sie aus allen möglichen Perspektiven.

1. Verstehen:
Zu Beginn geht es um ein gemeinsames Verständnis des Problems und der Ausgangssituation. Um alle beteiligten Personen auf denselben Wissensstand zu bringen, können Recherchemaßnahmen gesetzt oder eine Input-Session durchgeführt werden. Das Ziel ist der Aufbau von Expertise der beteiligten Teammitglieder und ein Verständnis für den Prozess. Will man beispielsweise ein Kommunikationskonzept erstellen, kann man außerdem über die gewünschten Ergebnisse diskutieren.

2. Beobachten
In der nächsten Phase geht es um das „Außen“, also um die ideale Zielgruppe. Diese ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für jede Strategie, um möglichst zielgruppengerecht zu kommunizieren. Indem Empathie für die Zielgruppe aufgebaut wird, kann für ein möglichst umfassendes Verständnis gesorgt werden. Dabei kann eine Stakeholderanalyse oder auch eine Beobachtung der Zielgruppe als Inspirationsbasis dienen.

3. Sichtweisen definieren
Um erneut alle Teammitglieder auf denselben Wissensstand zu bringen und an einer gemeinsamen Strategie zu arbeiten, wird diese Phase genutzt, um die gesammelten Informationen im Plenum zu diskutieren. Dabei können auch widersprüchliche Beobachtungen auftauchen, die jedoch wichtig sind, um alle Aspekte gründlich zu beleuchten. Hier hilft es, Möglichkeiten zur Visualisierung (also Whiteboards, Flipcharts o.Ä.) zur Verfügung zu stellen, um einen umfassenden Blick auf die Strategie zu bekommen.

 

Die folgenden drei Schritte befinden sich dann bereits im Lösungsraum. Die Ergebnisse der vorherigen Phasen werden als Basis genutzt, um darauf aufbauend eine Lösung für das Problem bzw. eine geeignete Strategie zu entwickeln.

4. Ideen finden
Frei nach dem Motto „Quantität über Qualität“ beschäftigt sich das Team nun mit der Ideenfindung. Dafür können verschiedene Kreativtechniken, wie beispielsweise das klassische Brainstorming angewandt werden. Bei der Ideensammlung ist alles erlaubt. Auch Ideen, die im ersten Moment unrealistisch erscheinen, können als Inspiration dienen. Im Anschluss werden die gesammelten Inputs

strukturiert und ähnliche Vorschläge miteinander verknüpft. Dabei sollte auf Faktoren wie Attraktivität oder Umsetzbarkeit geachtet werden, um eine geeignete Strategie zu finden.

5. Prototypen entwickeln
Das anschließende Erstellen von Prototypen, beispielsweise einer vorläufigen PR-Strategie, hilft bei der Visualisierung. Dabei kommen in der PR häufig Storytelling-Elemente zum Einsatz, die helfen, die erwähnte emotionale Bindung zur Zielgruppe aufzubauen und die Unternehmensgeschichte zu visualisieren.

6. Testen
In der finalen Phase des Design Thinking Prozesses wird häufig ein offener Dialog mit der Zielgruppe geführt. In der PR steht diese Phase für das Erstellen erster Inhalte – seien es Social-Media-Beiträge, Pressemeldungen oder Informationsschreiben. Es wird darauf geachtet, wie die Zielgruppe auf die Inhalte reagiert, um die Strategie bei Bedarf anzupassen, oder deren Durchführung weiterhin zu forcieren.

Das brauchen Sie für einen Design Thinking Workshop

 

Sie möchten nun einen Design Thinking Workshop mit Ihrem Team durchführen? Darauf sollten Sie achten:

Um den kreativen Prozess zu unterstützen und die Zusammenarbeit im Team zu fördern, ist es hilfreich, einen Design Thinking Workshop in einem angemessenen Setting durchzuführen. Eine passende Anordnung von Tischen und Stühlen, beispielsweise in einer Kreisform, erleichtert das gemeinsame Arbeiten an der Strategie. Mit Materialien wir Post-Its, Markern, Moderationskärtchen sowie Stiften und Papier in verschiedenen Formen und Farben können die Gedanken und Ideen einfach schriftlich und visuell festgehalten werden. Außerdem helfen Whiteboards und Flipcharts beim Sammeln und Strukturieren von verschiedenen Ideen. Mit diesen kleinen Maßnahmen wird die Kreativität gefördert und die reibungslose Zusammenarbeit der Teammitglieder gewährleistet.

Design Thinking 2

Das sollten Sie sich notieren

 

Design Thinking ist eine Kreativmethode, die nicht nur für die Entwicklung von Innovationen hilfreich ist, sondern auch in der PR zum Einsatz kommen kann. Mit ihrer strategischen Herangehensweise ermöglicht sie einen umfassenden Blick auf die verschiedenen Bereiche, die ein Kommunikationskonzept oder eine PR-Strategie abdecken. So bleiben die wesentlichen Grundelemente, wie Zielgruppe, Ziele und Maßnahmen natürlich weiterhin bestehen, bieten jedoch auch die Möglichkeit, über den Tellerrand hinauszublicken und sich auf neue und innovative Ideen einzulassen.

Sie brauchen Unterstützung bei der Entwicklung eines Kommunikationskonzeptes oder Ihrer PR-Strategie?

Das Team von clavis berät Sie gerne.

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