Die menschliche Seite von Projekten – Kennen Sie alle Ihre Stakeholder?

Die Betreiber von Infrastrukturprojekten bewegen sich in einem komplexen (gesellschaftspolitischen) Umfeld. Den Überblick über alle Stakeholder zu behalten, ist schwierig. Je nach Projekt müssen verschiedene Gruppen berücksichtigt werden.

Ein Kommentar von clavis-Geschäftsführer Ulrich Müller

Im Mittelpunkt steht immer die Frage: Wer ist für den Erfolg meines Vorhabens entscheidend? Woher kann Widerstand kommen? Wer kann meine Ziele unterstützen? Wer muss aktiv informiert und eingebunden werden? Stakeholder können KundInnen, MitarbeiterInnen, LieferantInnen, EigentümerInnen oder Behörden sein. Aber auch NGOs, Umweltverbände oder Medien spielen bei vielen Projekten eine entscheidende Rolle.

Die Motive dieser Zielgruppen sind vielschichtig. Die einen kämpfen für den Naturschutz. Die anderen stehen der Wirtschaft grundsätzlich skeptisch gegenüber. Mobilisieren diese Stakeholder eine kritische Masse, kann ein eben noch erfolgreiches Projekt erheblich verzögert oder sogar ganz zu Fall gebracht werden. Auch die ISO 9001:2015 -Richtlinie verlangt von Unternehmen, genauestens über die Anforderungen und Interessen aller interessierten Parteien Bescheid zu wissen.

Prof. Dr. Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim hat an seinem Lehrstuhl für Kommunikation eine Akteurs-Analyse entwickelt, die bereits in mehreren Projekten zum Einsatz kam. Und wie vielschichtig eine Stakeholder-Analyse sein kann, zeigt dieses Beispiel für ein Kooperationsprojekt von Flüchtlingsdialoge.de*:

wikopreventk hat bereits zahlreiche Stakeholder-Analysen durchgeführt. Wenn Sie mehr über unsere Erfahrungen im Bereich Projektkommunikation wissen möchten, laden wir Sie ein, einen Blick auf unsere Website zu werfen. Wie Infrastrukturvorhaben in einem immer komplexeren Umfeld gelingen, steht auch bei unserem Impulsforum ibet am 27. September in der BTV Ton Halle in Innsbruck im Mittelpunkt. Nationale und internationale ExpertInnen referieren dort über die Notwendigkeiten und Grenzen im Infrastrukturausbau. Ein Schwerpunkt: Welche Rolle spielen Kommunikation und Beteiligung für die erfolgreiche Realisierung? Mehr Infos im Internet: ibet.at

*Quelle: Prof. Dr. Frank Brettschneider, Universität Hohenheim, erstellt im Rahmen des Kooperationsprojektes Flüchtlingsdialoge.de, 2016

Über Ulrich Müller

Ulrich Müller von clavis

Ulrich Müller ist seit 1991 im Bereich Medien und Kommunikation tätig. 1995 gründete er die wiko wirtschaftskommunikation GmbH, die 2013 mit der Agentur preventK zu wikopreventk fusionierte. clavis-Geschäftsführer Ulrich Müller ist Experte für die Begleitung von komplexen Kommunikationsfällen und spezialisiert auf strategische Beratung und Konzeption bei Infrastrukturvorhaben. Die Moderation von Stakeholder-Prozessen und konfliktreicher Bürgerversammlungen gehören genauso zu seinem Aufgabengebiet wie die Krisenberatung für private und öffentliche Unternehmen sowie die strategische Beratung bei Volksabstimmungen. Seine Erfahrungen gibt er in Vorträgen im In- und Ausland weiter.

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