Krach in der Familie: so vermeiden Sie Krisen in Familienunternehmen

Immer wieder befinden sich Familienunternehmen in Unternehmens- und/oder Familienkrisen. Manchmal eskalieren Konflikte der Familie so extrem, dass es unmöglich wird, sie vom Unternehmen fernzuhalten – oder die Krise einzudämmen. Was können Familienunternehmen tun, um solche Situationen zu verhindern?

In familiengeführten Unternehmen allgemein werden Krisen der Familie ganz schnell zu Krisen des Unternehmens und selbstverständlich Krisen des Unternehmens zu Krisen der Familie. Diese negativen Dynamiken tragen oft dazu bei, dass aus kritischen Situationen dramatische Krisen entstehen können. Manchmal eskalieren Konflikte der Familie so extrem, dass es unmöglich wird, sie vom Unternehmen fernzuhalten – oder die Krise einzudämmen.

In Krisen entwickeln sich sehr oft zentrifugal auseinanderstrebende und zerstörerische Kräfte. Unter anderem äußert sich dies in bewusster Destruktion, auch wenn das je eigene persönliche Verhalten dem Gesamten enormen Schaden zufügt. Unterschiedliche Allianzen unter den Familien, Partikularinteressen und Egozentrismus tragen ihren Teil dazu bei. Und weil das oft noch nicht genug ist, werden Konflikte oft auch in die Öffentlichkeit getragen, was wenig hilfreich und oft zusätzlich „brandbeschleunigend“ wirkt.

 

Konfliktprävention hilft

Familien sind gut beraten, frühzeitig (also lange bevor die Probleme in die Öffentlichkeit gelangen) einige grundlegende Punkte zu überlegen:

  • Wie kommt es sinnvoll zu Unternehmensentscheidungen?
  • Ist es sinnvoll, wenn die Geschäftsführung sich selbst kontrolliert und Teil der Familie ist?
  • Was versteht die Familie unter dem übergeordneten Gemeinschaftsinteresse? Und kann – oder muss – dieses manchmal hinterfragt, nachgeschärft, verändert werden?
  • Kann es helfen, unabhängige Expert*innen von außen zu Entscheidungen hinzuzuziehen?
  • Braucht es ein Family-Business-Management-System?
  • Wie gelingt es, Partikularinteressen und Unternehmensinteressen möglichst kongruent zu halten?

 

Reputation ist alles

Unternehmen, Marken und Produkte leben von ihrer Reputation. Bei familiengeführten Unternehmen kommt hinzu, dass die Reputation der handelnden Personen immer auch auf die Gesamtreputation des Unternehmens abstrahlt – positiv und negativ. Bei großen – in der öffentlichen Wahrnehmung „reichen“ oder glamourösen – Familien kommt der Celebrity-Faktor hinzu, ebenfalls positiv und negativ. Und schneller als gedacht, ist die Reputation verspielt, bei Mitarbeiter:innen, Kund:innen, Investor:innen und sämtlichen anderen Stakeholdern. Umsätze und Absätze und Gewinne brechen ein, das Unternehmen kommt ins Strudeln. Man wünscht sich, dass vernunftbegabte Menschen dem entgegensteuern, zum Wohle aller genannten.

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