Krisenkommunikation bei Fake-News

Fake-News sind nicht nur Texte, Postings, Blogs, sondern auch Bilder, Videos oder Audiomaterial. Es scheint Konsens über die Ausmaße und Bedrohungen dieses Problems zu geben und insbesondere Medien und KommunikatorInnen müssen lernen, damit umzugehen und Schaden zu begrenzen. Was müssen Unternehmen und Organisationen bei Fake-News tun?

1. Vorbereitung!

Wie immer gilt auch hier: Vorbereitung ist alles! Die schädlichste Wirkung von Fake-News, oder Halbwahrheiten liegt in der Tatsache, dass sie oftmals nicht als das, was sie sind, erkannt werden. Nur wer die Wahrheit kennt – und sich der Wahrheit stellt – kann Fake-News rasch entlarven. Unternehmen sind gut beraten, laufend mit Real-News sämtliche Stakeholder umfassend zu informieren; dann verfangen Fake-News nicht so sehr.

Und es braucht absolute Glaubwürdigkeit des Unternehmens und der handelnden Personen. Glaubwürdigkeit ergibt sich durch wahrhaftige Kommunikation. Und es braucht glaubwürdige, klare und offene Kommunikation nach Innen. Auch das schützt im Falle von Fake-News.

2. Geschwindigkeit und Fakten

Ist ein Unternehmen von Fake-News betroffen, dann raten wir, schnell zu agieren. Nicht innerhalb von Stunden, sondern innerhalb von Minuten – in Echtzeit. Es gilt sofort festzustellen, ob die Meldung tatsächlich Fake ist. Und wenn alle relevanten Informationen vorliegen, dann muss massiv kommuniziert werden. Insbesondere bei börsenotierten Unternehmen. Wobei eine wichtige Frage zu beantworten ist: Kann die eigene (Re)Aktion ein Problem erst richtig befeuern, oder trägt sie zur Beruhigung bei? Und es braucht klare, eindeutige, deutliche Formulierungen, damit die Absender der Fake-News und jene, die sie glauben, nichts hineininterpretieren können.

3. Reputation

Als Mittel gegen die Auswirkungen von Fake-News ist eine nachhaltige, stabile Reputation eines Unternehmens und seiner VertreterInnen gefragt. KommunikationsberaterInnen setzen im Ernstfall alles daran, dass die Anspruchsgruppen betroffenen Unternehmen vertrauen.

Und es gilt – analog zum Buchtitel von Claus Kleber: Rettet die Wahrheit!

Headerbild: © Fotolia Coloures-Pic

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