Krisenmanagement, Shitstorms und guter Wein – die Highlights unserer Schlüssel-Akademie in der Kellerei Meran

Ein Abend ganz unter dem Motto „Die nächste Krise kommt bestimmt“: Mitte September fand die vierte Ausgabe der neu ins Leben gerufenen clavis Schlüssel-Akademie statt. Harald Schiffl, clavis-Geschäftsführer und Anton Gögele, Geschäftsführer Securplan GmbH, teilten mit rund 50 Teilnehmenden ihr Praxiswissen zum Management und zur Kommunikation von Krisen.

Zum Auftakt des Krisenseminars zeigte clavis-Geschäftsführer Ulrich Müller anhand von Berichterstattungen zu aktuellen Krisenfällen die nach wie vor ungebrochene Macht der klassischen Medien auf: Wird über Krisen in Unternehmen oder Organisationen berichtet, werden sie auch in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen. Durch die Digitalisierung haben sich allerdings zusätzliche Herausforderungen ergeben, wie Harald Schiffl in seinem anfänglichen Statement betonte: „Jede:r Smartphone-Nutzer:in kann Nachrichten schaffen und potenziell bis zu 3 Milliarden Menschen erreichen. 69 % aller Krisen verbreiten sich innerhalb von 24 Stunden international.“ Diese drastische Zunahme der Verbreitungsgeschwindigkeit verdanken wir vor allem den sozialen Medien, die oft als Quelle der „Rohinformationen“ dienen, welche von klassischen Medien aufgegriffen und in großem Maße verstärkt werden.

Schiffl definierte in seinen Ausführungen den Begriff Krise genauer und gab einen Überblick über Bedrohungen, die jetzt und in Zukunft eine große Rolle spielen werden – etwa Umweltkatastrophen durch den Klimawandel oder Cyber-Attacken. Anhand von aus Praxisbeispielen erläuterte der clavis-Geschäftsführer, worauf es bei der Kommunikation im Krisenfall ankommt und von welchen Faktoren es abhängt, ob die Reputation eines Unternehmens gewahrt werden kann.

Wie werden Unternehmen krisenfit?

Für Anton Gögele, Geschäftsführer von Securplan, erfolgt durch die Krise „der Übergang von einem Zustand zu einem anderen, meist von gut zu schlecht.“ Um eine Krise erfolgreich meistern zu können, sind entsprechend Vorbereitung im Krisenmanagement und der Krisenkommunikation notwendig. Nur wer vorab Krisenfälle erarbeitet, Aufgaben verteilt und Abläufe erstellt sowie die möglichen Szenarien in regelmäßigen Übungen durchspielt, wird in der Lage sein, einer Krise professionell zu begegnen. Ziel ist, den Handlungsrahmen so vorzubereiten, dass die Akteur:innen im Notfall- und Krisenmanagement jederzeit die volle Leistung bringen können.

Interaktive Shitstorm-Übung

Wie sehr Krisen Teams fordern, konnten die Teilnehmenden anhand einer Simulation eines Shitstorms live vor Ort erleben: Die geladenen Gäste stellten sich der Wucht der Echtzeit-Kommunikation im Internet. Ständig neu eintreffende Nachrichten auf verschiedenen Kanälen forderten das Plenum und verdeutlichten, wie schwer ohne Vorbereitung und abgestimmte Strategie eine Krise zu bewältigen ist.

Reger Austausch und Networking

Der Einladung der Kommunikationsberater:innen zur Schlüssel-Akademie folgten Vertreter:innen von namhaften Unternehmen sowie der öffentlichen Hand. Im Anschluss an das Seminar konnten sich die Teilnehmenden mit den Expert:innen direkt austauschen, Fragen stellen und südtiroler Köstlichkeiten sowie die Weine der Kellerein Meran genießen.

Fotocredit: (c) Alfred Tschager

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