Projekte, Beteiligung, Unternehmen: Neustart für die Kommunikation

In den vergangenen Wochen war das Coronavirus das alles beherrschende Thema. Projekte wurden auf Eis gelegt, Dialogprozesse pausierten und für viele Firmen hieß es Krisen- statt Unternehmenskommunikation. Jetzt gibt es zahlreiche Lockerungen – und damit auch einen Neustart in vielen Kommunikationsbereichen.

Projektkommunikation: Schub für Digitalisierung

Infoveranstaltungen oder Planausstellungen waren in der Vergangenheit wirkungsvolle Instrumente, um die Bevölkerung aus erster Hand über Projekte zu informieren. Durch die Coronakrise werden digitale Angebote wichtiger – von der Videopressekonferenz bis zum digitalen Dialogformat mit ExpertInnen. clavis-Geschäftsführer Ulrich Müller im Videointerview über Projektkommunikation in und nach der Pandemie:

Beteiligungsprozesse: Faden wieder aufnehmen

Der Lockdown zur Eindämmung des Coronavirus war für viele Prozesse eine Zäsur, sagt clavis-Gesellschafterin Sabine Volgger: „Beteiligung lebt von persönlicher Begegnung, das war natürlich nicht möglich. Nach und nach hat man dann versucht, digitale Medien stärker einzubinden.“ Eine Herausforderung seien Beteiligungsverfahren, bei denen viele Personen zu Wort kommen sollen. „Hier sind digitale Kanäle eine Alternative, um Verfahren weiterbetreiben zu können.“ Im clavis-Podcast erklärt Sabine Volgger, warum jetzt ein guter Zeitpunkt ist, den Faden wieder aufzunehmen.

Digitale Kommunikation hat sich etabliert

Auch in der Unternehmenskommunikation blieb in den vergangenen Wochen kein Stein auf dem anderen. Viele Unternehmen machten aus der Not eine Tugend und nutzen verstärkt digitale Kanäle, berichtet clavis-Geschäftsführer Dieter Bitschnau.

Wie hat sich die klassische Unternehmenskommunikation durch die Coronakrise verändert?

Dieter Bitschnau: In Krisenzeiten ist nicht nur die interne Kommunikation sehr wichtig, sondern auch, wie man seine Leistungen und Produkte trotz fehlendem Face-to-Face Kontakt an den Mann oder die Frau bringen kann. Viele Unternehmen mussten daher in sehr kurzer Zeit daran arbeiten, wie sie ihre Botschaften digital an die verschiedenen Stakeholder vermitteln und damit Vertrauen sichern und aufbauen. Hier hatten natürlich jene Firmen einen Vorteil, die bereits über eine digitale Kommunikationsstrategie verfügen.

Dieter Bitschnau

Im Februar hat kaum ein Unternehmen auf eine Online-Pressekonferenz gesetzt. In der Krise hat sich dieses Tool etabliert. Bleibt dieser Trend?

Ja, der Trend zur Online-Kommunikation wird bleiben – z.B. wenn man Medien im Rahmen eines virtuellen Pressegesprächs seine aktuellen Bilanzzahlen mitteilt. Wenn es darum geht, ein Produkt oder ein Projekt erlebbar zu machen, sind persönliche Begegnungen aber natürlich auch weiterhin das A und O – klarerweise mit ein bisschen mehr Abstand als wir ihn gewohnt waren.

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