Trassenauswahlverfahren Brenner-Nordzulauf

Das österreichische und das deutsche Verkehrsministerium beauftragten gemeinsam die DB Netz AG sowie die ÖBB-Infrastruktur AG mit den Planungen des Brenner-Nordzulaufs und dem damit einhergehenden Trassenauswahlverfahren. Der Brenner-Nordzulauf umfasst das Gebiet zwischen München und Innsbruck. Er ist Teil des Scandinavien-Mediterranean-Corridors, der von Helsinki über den Brenner bis nach Valletta auf Malta verläuft.

Ziele & Umsetzung

Im Sommer 2015 startete der Planungsprozess mit Öffentlichkeitsbeteiligung für den gemeinsamen Planungsraum zwischen der zukünftigen Verknüpfungsstelle südlich von Rosenheim und der Verknüpfungsstelle Schaftenau in Tirol. Wesentliche Anspruchsgruppen der einzelnen Gemeinden wie VertreterInnen der betroffenen Gebietskörperschaften, VertreterInnen von BürgerInneninitiativen und NGOs sind in ein umfassendes Trassenauswahlverfahren eingebunden. Ziel des grenzüberschreitenden Planungsprozesses ist eine abgestimmte Empfehlung einer Trasse für ein 3. und 4. Neubaugleis.

Öffentlichkeitsbeteiligung

Die Beteiligung der Öffentlichkeit findet im gemeinsamen Planungsraum in drei unterschiedlichen Formaten statt – vier Gemeindeforen, ein Regionalforum und ein regionaler Projektbeirat. Die Beteiligungsstufen reichen von Information & Konsultation bis hin zur Partizipation. Kernaufgaben von clavis sind die Moderation und Dokumentation der Veranstaltungen des gemeinsamen Trassenauswahlverfahrens. Der Zeitraum für den Beteiligungsprozess erstreckt sich von 2015 bis heute.

Aktueller Projektstand

Nachdem im Juli 2019 die Reduzierung auf fünf Grobtrassen erfolgte, findet nun das Raumordnungsverfahren statt. Die Beteiligung der betroffenen Gemeinden und Bürger ist hoch. Noch im Frühjahr 2021 soll seitens der Bahn eine Vorzugstrasse bekannt gegeben werden.

Der gemeinsame Dialog spielt weiterhin eine zentrale Rolle. Die aktuellen Planungen erfolgen in enger Abstimmung mit den beteiligten Gemeinden, die in den Gemeindeforen regelmäßig über den aktuellen Projektstand informiert werden und Einblick in die Arbeit der Planer erhalten. Konstruktive Hinweise, Erfahrungen und Wünsche konnten so in den Planungsprozess einfließen.

Kunde:
DB Netz AG und ÖBB Infra
Leistungen:
Moderation und Dokumentation der Veranstaltungen des gemeinsamen Trassenauswahlverfahrens
Jahr:
seit 2015

 

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