Reputationsmanagement – ein wesentliches Element der Krisenkommunikation

Krisen können jedes Unternehmen und jede Organisation treffen. Ob schleichend und vorhersehbar, spontan oder akut.

Immer aber besteht die Gefahr verheerender Folgen der Ereignisse: Ein über Jahre aufgebauter guter Ruf kann in Minuten zunichte gemacht sein. Kundinnen und Kunden wenden sich ab, wirtschaftliche und finanzielle Einbußen, Kündigung von Lieferantenverträgen oder Weggang von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind die Folge. Die Liste könnte endlos fortgesetzt werden.

Auf Entwicklungen reagieren

Die unüberschaubare Zahl von Medien trägt sicher dazu bei, dass negative Ereignisse in Unternehmen und Organisationen rasch zu krisenhaften Situationen führen. Hinzu kommt die Entwicklung von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Unternehmen werden in der Öffentlichkeit nicht mehr nur unter wirtschaftlichen oder quantifizierbaren Gesichtspunkten wahrgenommen. Soziales Handeln oder Fragen der Nachhaltigkeit beeinflussen den Markenwert und die Reputation von Unternehmen massiv.

Langfristig Reputation aufbauen

Unternehmen sind gut beraten, in ruhigen Zeiten den Aufbau der Reputation in den Mittelpunkt strategisch-kommunikativer Überlegungen zu stellen. Denn Krisen stellen ein enormes Risiko für die Reputation dar. Von einem sehr guten Image kann in Krisenzeiten einerseits gezehrt werden; andererseits stellt sich in Krisen sehr rasch die Frage, ob die Reputation mehr Schein als Sein war bzw. ist. Die größte Gefahr ist immer der öffentliche Skandal. Krisen, die nicht öffentlich werden, haben auch keine Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung.

Aber: Krisen, so heißt es langläufig, sind nicht nur Bedrohungen, sondern bieten auch Chancen. Dies trifft auch auf die Reputation eines Unternehmens zu. Erst wenn betroffene Organisationen in Krisen den Erwartungen der Öffentlichkeit nicht gerecht werden, wird das Image, der „gute Ruf“ geschädigt. So gesehen sind Krisen auch eine Chance, die Reputation nicht nur zu sichern, sondern mit noch besseren Werten aus einer Krise heraus zu gehen. Mehr denn je gilt in solchen Situationen, dass Idee und Leben, Reden und Tun kongruent sein müssen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nach Oben