Schritt für Schritt zum Online-Workshop

„Wir bleiben zuhause“. Diese Maßnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie betrifft aktuell unzählige Unternehmer und deren MitarbeiterInnen. Homeoffice ist das Gebot der Stunde, Besprechungen, Vorträge und Workshops finden online statt. Das stellt alle, die noch nicht mit Online-Tools gearbeitet oder gar einen eigenen Workshop in der virtuellen Welt gehalten haben, vor Herausforderungen. Unsere Tipps helfen Ihnen, sich darauf vorzubereiten und bei Ihrer Online-Premiere zu glänzen.

Die Auswahl an Online-Konferenz- und Kommunikationstools ist groß: Neben für manche gängige Programme wie Skype oder Microsoft Teams gibt es viele weitere Anbieter wie Zoom oder das österreichische Programm eyeson, das während der Covid-19-Krise für alle ÖsterreicherInnen gratis angeboten wird. Egal, welches Programm Sie nutzen möchten – was müssen Sie bei der Vorbereitung eines Online-Workshops beachten? Was ist gleich, was anders als im „echten Leben“?

#1 Das Thema

Worum soll es in Ihrem Workshop gehen? Online-Workshops funktionieren anders als ihre Gegenstücke in der realen Welt, da man als VeranstalterIn die Umgebung der anderen TeilnehmerInnen nicht kontrollieren kann. Deshalb ist es notwendig, die zu bearbeitenden Themen zu präzisieren.

Eine klare Eingrenzung hilft Ihnen dabei, nicht abzuschweifen und die Aufmerksamkeit Ihrer ZuschauerInnen aufrechtzuerhalten.

#2 Das Ziel

Was soll mit dem Online-Workshop erreicht werden? Gilt es lediglich eine Präsentation zu einem Thema zu halten oder wollen Sie auch interaktiv mit Ihren ZuschauerInnen agieren, um zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen? Solche Überlegungen sind essentiell für den nächsten Schritt.

#3 Die Struktur

Nachdem Sie sich über das Thema und die gewünschten Resultate im Klaren sind, gilt es die Struktur des Workshops festzulegen. Haben Sie es mit TeilnehmerInnen zu tun, die sich untereinander nicht kennen und braucht es deshalb eine kurze Vorstellung der Personen zu Beginn?

Bietet es sich an, diese Personen vorzustellen oder wollen Sie das jedem/er selbst überlassen? Braucht es am Ende eine Diskussion zu dem Thema und wenn ja, von wem brauchen Sie Feedback? Sind die Abläufe nicht von Anfang an klar, kann schnell ein Durcheinander entstehen.

Eine gute Vorbereitung ist immer ausschlaggebend für einen gelungenen Workshop – offline sowie auch online. Halten Sie sich deshalb an Ihre kommunizierten Angaben zu Länge, Struktur und Nutzen Ihres Workshops, sodass Ihre TeilnehmerInnen sich auf die Situation einstellen und wenn gewünscht aktiv mitarbeiten können.

#4 Inhalte und Körpersprache

Bedenken Sie, dass es zum Beispiel bei einer PowerPoint Präsentation nicht möglich ist, Ihre Körpersprache oder Mimik einzusetzen und sie nur einige Zoll an Bildfläche zur Verfügung haben.

Die Inhalte Ihrer Präsentation sollten sich deshalb an die gegebenen Umstände anpassen. Durch den Mangel an optischen Eindrücken wird Ihre Stimme besondere Aufmerksamkeit bekommen. Um einen Punkt hervorzuheben, müssen Sie bei einem Online-Workshop mit der Lautstärke, der Betonung und dem Sprechtempo spielen.

#5 Der Testlauf

Machen Sie sich mit dem Tool vertraut und bitten Sie eine/n KollegIn einen Testlauf mit Ihnen durchzuführen. Sind Ihnen alle Schaltflächen und Icons klar? Ist der Ablauf flüssig und nachvollziehbar?

#6 Der Workshop

Ein Online-Workshop wird von vielen als anstrengender wahrgenommen als „im echten Leben“. Das hat mehrere Gründe. Es kann passieren, dass Gesichtsausdrücke verpasst werden, die Internetverbindung von einem/r der TeilnehmerInnen nicht funktioniert.

Fehlen zwischenmenschlicher und persönlicher Kontakt, können manche Signale missverstanden werden und es fällt schwieriger, einen natürlichen Gesprächsverlauf herzustellen. Setzen Sie klare Spielregeln zu Beginn fest. Bitten Sie z.B. Ihre ZuschauerInnen, sich die Fragen zu Ihrer Präsentation aufzuschreiben und im Nachhinein zu stellen oder im Chat festzuhalten. Eventuell ist es für Sie angenehmer, wenn ihre ZuschauerInnen ihr Mikrofon während einer Präsentation deaktivieren. Machen Sie von Ihrer ModeratorInnen-Rolle Gebrauch oder bestimmen Sie ein/n ModeratorIn und geben Sie den „Redestab „unter Ihren TeilnehmerInnen weiter.

Wenn möglich bietet es sich auch an, ein/e KollegIn aus Ihrem Team zu bitten, ebenfalls an dem Workshop teilzunehmen und die Reaktionen der anderen im Auge zu behalten.

#7 Die Learnings

Bitten Sie Ihre TeilnehmerInnen, Ihnen ein Feedback zu dem gehaltenen Workshop zu geben. Das kann auch per E-Mail im Nachhinein eingeholt werden. Halten Sie auch Ihre eigenen Erfahrungen fest und setzen Sie das Gelernte beim nächsten Mal um.

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