Stakeholder­management – Erfolgreiche Interaktion mit Stakeholdern über Social Media

Unternehmen und Organisationen stehen vor der Herausforderung, nicht nur ihre eigenen Ziele zu verfolgen, sondern auch die Erwartungen und Interessen ihrer Stakeholder zu berücksichtigen. Was Stakeholdermanagement über Social Media bedeutet und welche effektiven Methoden für eine erfolgreiche Interaktion mit Schlüsselakteuren eingesetzt werden können, verraten wir in diesem Blogbeitrag.

Stakeholdermanagement: Definition und Bedeutung

 

Stakeholder sind Personen, Gruppen oder Organisationen, die ein Interesse oder eine Beteiligung an einem Unternehmen oder einem Projekt haben. Das können beispielsweise Kund:innen, Investor:innen, Mitarbeitende, Behörden oder Medien sein. Beim Stakeholdermanagement geht es darum, relevante Stakeholder zu identifizieren und zu analysieren, sowie um eine systematische Planung von Interaktionen.

Der mehrstufige Prozess sollte folgende Schritte umfassen:

1. Identifizierung:

Dieser Schritt besteht darin, alle Personen, Gruppen oder Organisationen zu ermitteln, die ein Interesse oder eine Beteiligung an dem Unternehmen oder dem Projekt haben. Dabei sollten nicht nur die offensichtlichen Stakeholder wie Kund:innen, Investor:innen oder Mitarbeitende berücksichtigt werden, sondern auch Gruppen wie Anwohner:innen, Umweltverbände oder Zulieferer:innen, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich erscheinen.

2. Kategorisierung:

Die identifizierten Stakeholder gilt es dann anhand verschiedener Kriterien zu ordnen und zu gruppieren. Ein Kriterium kann beispielsweise der Einfluss gewisser Stakeholder auf das Projekt sein, oder deren Einstellung dazu. So kann man zwischen Stakeholdern unterscheiden, die einen großen oder weniger Einfluss haben oder jenen, die eine positive

oder negative Haltung vertreten. Das hilft dabei, die unterschiedlichen Bedürfnisse und Erwartungen der Stakeholder zu berücksichtigen und gezielte Strategien für ihre Ansprache zu entwickeln.

3. Analyse:

Wichtig ist, die Stakeholder nach den festgelegten Kategorien genauer zu untersuchen und zu bewerten. Dabei sollte man sich fragen, welche Ziele, Interessen, Anliegen und Erwartungen die Stakeholder haben, wie sie sich verhalten und kommunizieren, wie sie sich gegenseitig beeinflussen und wie sie sich im Laufe des Projekts verändern können. Das ermöglicht es, Prioritäten zu setzen und Ressourcen effektiv einzuplanen.

 

Was folgt nach diesem Prozess?

 

Indem diese Schritte sorgfältig durchlaufen werden, schafft das Stakeholdermanagement eine solide Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und Interaktion mit den verschiedenen Interessengruppen eines Unternehmens oder Projekts.

Nun kann damit begonnen werden, die Stakeholder in die Planung und Umsetzung des Projekts einzubeziehen und sie zu informieren. Dabei sollte man sich an den Prinzipien der Transparenz, Partizipation, Dialog und Verantwortung orientieren. Das bedeutet, dass man die Interessensgruppen über die Ziele, den Fortschritt und die Ergebnisse des Projekts auf dem Laufenden hält sowie ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Meinungen und Vorschläge zu äußern, mit ihnen einen offenen und konstruktiven Austausch pflegt und ihnen gegenüber Rechenschaft ablegt. Das fördert das Vertrauen, die Zufriedenheit und die Zusammenarbeit der Stakeholder.

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Herausforderungen für das Stakeholdermanagement im digitalen Zeitalter

 

Die zunehmende Digitalisierung hat das Stakeholdermanagement vor neue Herausforderungen gestellt. Die Geschwindigkeit der Informationsverbreitung erfordert eine Echtzeit-Reaktionsfähigkeit. Außerdem können sich negative Informationen rasch verbreiten und den Ruf eines Unternehmens gefährden, wodurch das Issue Management an Bedeutung gewinnt. Andererseits bringt die Digitalisierung auch viele neue Chancen für das Stakeholdermanagement mit sich. Die Vielzahl digitaler Kommunikationskanäle eröffnet neue Möglichkeiten für die Interaktion mit Interessensgruppen. Informationen und Neuigkeiten über das Unternehmen können über die Website, den Blog, über den Newsletter oder die sozialen Medien verbreitet werden und sprechen dadurch eine große Bandbreite an Personen an. Außerdem kann durch Social-Media-Monitoring und Trendanalysen leichter herausgefunden werden, was die Interessensgruppen beschäftigt, interessiert und welche Einstellung sie zu einem gewissen Projekt haben.

Stakeholdermanagement über Social Media

 

Soziale Medien können gezielt als Instrument für das Stakeholdermanagement genutzt werden. Unternehmen sollten die Vorteile wie die einfache Vernetzung oder Transparenz strategisch nutzen, um Stakeholder zu identifizieren und die Stakeholderbeziehungen zu festigen:

  • Potenzielle Stakeholder eines Projektes lassen sich durch eine gründliche Social-Media-Recherche identifizieren und analysieren. Dabei können Tools wie der LinkedIn Sales Navigator unterstützen. Eine frühzeitige Identifikation ist besonders hilfreich für die Vorbereitung und den Start von Projekten.
  • Soziale Medien ermöglichen eine aktive Interaktion und Kommunikation mit Stakeholdern. Interaktive Tools wie die Q&A-Sticker auf Instagram oder die Kommentarfunktionen sind nützlich, um eine offene und transparente Kommunikation aufrecht zu erhalten. Zusätzlich können Informationen zu neuen Entwicklungen, Veranstaltungsankündigungen und Erfolge unkompliziert und schnell verbreitet werden. Tipp: Setzen Sie auf (audio-)visuelle Inhalte wie Fotos und Videos, um die Aufmerksamkeit bei der Zielgruppe zu steigern.
  • Auch im Falle von Problemen oder Krisen können soziale Medien als effektiver Kommunikationskanal dienen. Durch zeitnahe Informationen können Missverständnisse aufgeklärt und die Beziehung zu den Stakeholdern gestärkt werden. Das kann dabei helfen, die Reputation von Unternehmen in Krisensituation zu sichern.
  • Schließlich können die mithilfe von Social Media generierten Daten analysiert werden, um Einblicke in das Verhalten und Engagement der Stakeholder zu gewinnen und diese für eine Optimierung der Strategie für das Stakeholdermanagement zu verwenden.

Schlussfolgerung & Handlungsempfehlung

 

In einer Zeit, in der die Interessen und Erwartungen von Interessensgruppen einen signifikanten Einfluss auf den Erfolg von Unternehmen haben, ist ein effektives Stakeholdermanagement unerlässlich. Die Digitalisierung hat dafür neue Dimensionen und Möglichkeiten geschaffen, aber auch gleichzeitig die Komplexität und Schnelligkeit erhöht. Unternehmen müssen sich dieser Herausforderungen bewusst sein und innovative Methoden nutzen, um ihre Beziehungen zu pflegen. Ein proaktives, transparentes und gut durchdachtes Stakeholdermanagement ist aus unserer Erfahrung ein wichtiger Erfolgsfaktor, der nicht vernachlässigt werden darf.

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