Wie wird die Zukunft? Wir haben nachgeschaut.

12.01.2026

Am Anfang des Jahres richtet man den Blick gerne nach vorn. Da sind wir genauso. Was uns in der näheren und ferneren Zukunft erwarten wird, können wir nicht mit absoluter Sicherheit sagen. Wir haben aber glaubwürdige Studien durchforstet und in die eine oder andere Glaskugel geblickt, wie sich Kommunikation und KI entwickeln werden. Hier fünf Thesen, die wir gefunden haben.

1. Aufmerksamkeit wird knapper

Foto einer brennenden Zeitung für einen Blogbeitrag zum Thema Trends in der Kommunikation 2025
Foto: Jeremy Bishop via Unsplash

Die Menge an Nachrichten, Kanälen und Benachrichtigungen wächst schneller als unsere Aufnahmefähigkeit, daher entstehen neue soziale Regeln: Man antwortet nicht mehr überall, man erwartet nicht mehr sofort eine Reaktion, und man bewertet Kommunikation stärker nach Nutzen. Gute Kommunikation reduziert den Aufwand der Empfänger:innen: klare Betreffzeilen, kurze Zusammenfassungen, Entscheidungen sichtbar machen. Wer Ordnung schafft, gewinnt an Reputation und kommt mit seiner Botschaft besser an.

2. Vertrauen verschiebt sich von Gefühl zu Überprüfbarkeit

Mit wachsender Zahl manipulierbarer Bilder, Stimmen und Texte wird Glaubwürdigkeit weniger eine Frage von Emotion und Sympathie. Es entscheiden Quelle und Herkunft: Woher kommt das? Wer steht mit welchen Interessen dahinter? Und lässt es sich bestätigen? Gleichzeitig steigt der Wert von konsequenter, berechenbarer Kommunikation. Über längere Zeit glaubwürdig zu arbeiten, zahlt auf das Vertrauenskonto ein. Dieses Vertrauen entsteht in der Zukunft also weniger durch Inszenierung und mehr durch Nachvollziehbarkeit.

3. Relevanz braucht menschliche Redaktionen

Large Language Models sollen nicht schön formulieren, sondern sortieren, verdichten, vergleichen und Vorlagen erstellen. In Zukunft werden Protokolle noch schneller zusammengefasst, Konzepte entstehen in Sekunden und lange Texte werden übersichtlich in Kernaussagen filetiert. Der Haken: Ohne klare Fragestellung und ohne menschliche Redaktion entstehen glatte Texte mit schwammigen Aussagen, die freundlich und sogar kompetent klingen, aber in der Substanz oft mangelhaft sind. Die Relevanz in das Geschriebene zu bringen, wird zur Redaktionsleistung, für die es Menschen braucht, die sich im Thema auskennen.

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4. Viel probiert, wenig standardisiert

Beschäftigte empfinden oft eher Sorge als Euphorie und setzen KI im Arbeitsalltag bislang wenig oder gar nicht ein. Das hat Folgen für Kommunikation: Zwischen „Wir könnten alles automatisieren“ und „Wir trauen dem Ergebnis nicht“ wird viel ausprobiert, aber wenig standardisiert. Wer in der Zukunft gut kommuniziert, kann daher nicht nur Texte beurteilen, sondern auch den Einsatz von unterschiedlichen KI-Tools erklären, deren Grenzen benennen und Ergebnisse einordnen.

5. Desinformation wird industrielle Massenware

Foto: John Noonan via Unsplash
Foto: John Noonan via Unsplash

Analysen zur Informationsintegrität zeigen, dass Täuschungen technisch immer leichter werden: realistische Bilder, Stimmen oder Texte lassen sich massenhaft erzeugen und an Situationen anpassen. Gerüchte entstehen, bevor Prüfmechanismen greifen. Das Bedenkliche ist weniger das perfekte Einzelstück, sondern die industrielle Menge: viele Varianten, viele Kanäle, viel Verwirrung. Und viel Bedarf nach guter Vorbereitung auf solche Szenarien.

Hier die Links zu unseren Glaskugeln

Zukunftsinstitut
https://www.zukunftsinstitut.de/

Pew Research Center
https://www.pewresearch.org/

Brookings
https://www.brookings.edu/

Sie wollen 2026 Ihre Kommunikation professionalisieren?

Das clavis-Team unterstützt Sie gerne dabei!

2 thoughts on “Wie wird die Zukunft? Wir haben nachgeschaut.

  1. Liebe Sabine (Volgger)! Bin froh, dass ich noch Eure clavis – Informationen bekomme. Diese ist besonders interessant und ich darf sie auch meinen FreundInnen im Stammtisch zur Kenntnis bringen. Wir sollten dort einmal darüber reden! Wir heißen “IT”! Was das bedeutet, woher das kommt: später!
    In Erinnerung an etliche Deiner stets wirkungsvollen Moderationen grüße ich dankbar und zugleich herzlich! Und wünsche Dir & clavis alles Gute!
    Lothar Müller

    1. Lieber Lothar,

      herzlichen Dank für deine lieben Worte – das freut uns sehr!

      Schöne Grüße vom clavis-Team

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